Sonntag, 26. Januar 2014

Visiting the Intelligence HQ at Gloucester

Gestern war ein sehr interessanter Tag für mich. Ich durfte eine Navigationsübung nach Wellesbourne Mountford machen. Als wir abflogen sah das Wetter noch vielversprechend aus aber wir waren schon etwas alamiert. Der Wind wehte mit 40 Knoten. Ich flog immer 90 Knoten IAS und das brachte mir am Hinweg einen Groundspeed von 52 Knoten. Jedoach am Rückweg hatten wir dank Rückenwind dann einen Groundspeed von 146 Knoten Das war schon ordentlich schnell. Vorallem wenn man bedenkt, dass die flugzeugstrukturbedingte Maximalgeschwindigkeit meines Fliegers bei 159 Knoten liegt. :-)
Am halben Weg wurde ich dann nach Gloucestershire Airport in Gloucester umgeleitet. Also Lineale, Stifte und Rechner im engen Cockpit rausgeholt und mal gemütlich alles neu berechnet. Das war dann meine erste Diversion.
Zu diesem Flughafen muss ich dann auch bei meiner Solo Cross Country Qualification fliegen. Der Flughafen liegt gleich neben dem in letzter Zeit durch die Medien bekant gewordenen GCHQ. Das ist jenes Gebäude in dem die englische Regierung alle Mails, Sms, etc. abhört. Sieht sehr interessant aus. Wer genau aufpasst, kann es nachdem es erwähnt wird am unteren linken Bildrand im Video vorbei ziehen sehen. Am Flughafen gab es dann noch zwei Augusta Bell 212 Executive Hubschrauber in schwarz ohne Aufschriften, die für das GCHQ bereit standen. Der Flughafen dort ist sehr schön doch hatte ich keine Zeit auch nur einen Kaffee zu genießen, da eine Schlechtwetterfront mit Eisregen, Windböen, Blitz und Donner rasant auf uns zu wehte. Also unter Zeitdruck den Rückflug planen, die Landegebühr entrichten und nach ca. 15 Minuten wieder in den Flieger. Dann mit atemberaubenden 146 Knoten und dem Gefühl in einem Jet zu sitzen wieder nach Cranfield. Leider habe ich nur ein Video vom Hinflug, da danach die Batterie meiner Kamera aus war. Nur mal zum Vergleich was die unterschiedlichen Groundspeeds bewirken: Am Hinweg brauchten wir 1 Stunde und 30 Minuten, am Rückweg 35 Minuten. :-P

Das GCHQ...oder der Donut in dem unserer Daten gespeichert sind. ;-)

Hier ein Video meines Fluges nach Gloucestershire Airport. Keine Sorge, es dauert nur ca. 8 min.

 !!WICHTIG!!
Nicht vergessen rechts unten bei dem Zeichen, dass wie ein Zahnrad aussieht, die Auflösung auf HQ bzw. 1080p umzustellen, wenn ihr das Video in Vollbild anschaut. Sonst sieht es sehr unscharf aus.

Ich habe bei dieser Gelegenheit meine neue Go Pro Kamera zum ersten Mal im Flieger ausprobiert. Ich bin vom Ergebnis, besonders der unglaublich guten Audioaufzeichnung durch die Verbindung zum Flugzeug, begeistert. Wie gefällt es euch? Freue mich über Feedback per Kommentar oder Mail.

Freitag, 24. Januar 2014

School of Engineering, Navigation and Hot Pot

Gester hatte ich eine ganzen Tag vorlesungsfrei. Ein sehr ungewohnter Zustand. Ich hatte mein Assignment auch schon einen Tahg früher eingereicht und habe mir damit etwas Zeit verdient um für meine Navigationsprüfung für den Flugschein zu lernen.


Da man ja aber nicht nur lernen kann, habe ich zu Mittag eine ausgedehntere Pause gemacht und habe die School of Engineering besucht. Mir wurde erzählt, dass es dort einige interessante Sachen zu sehen gibt. Das war wirklich nicht gelogen. Hier ein Fotobericht. Warum ins Museum gehen, wenn man die anderen Abteilungen der eigenen Uni besuchen kann. :-)

 Modell des Windkanals am Institut und typisch englische Briefkästen, aber indoor

 Original Rolls Royce Triebwerk, dass z.B. auf einer 747 zum Einsatz kam

 Triebwerk der Concorde von British Airlines und Helikoptertriebwerk

 Kolbenmotor und schematische Erklärung der Gasturbinentriebwerke

 aufgeschnittenes Triebwerk und Triebwerk einer Viper

 Der Whittle Engine, der Vorläufer aller heutigen Strahltriebwerke. Nach diesem ist auch das Gebäude benannt. "Whittle Building der School of Engineering"

 Ein echter Flugsimulator für Großraumflugzeuge. - nächstes Ziel! Man bemerke auch die Papierflieger, die die Herrn Aerospace Ingenieure darauf verteilt haben. ;-)

 eine ganze Großraumkabine mit Allem was dazu gehört bis hin zu Türen, Rutschen, usw. Hier werden Kabinendesigns getestet und es dient auch als Lehrsaal. Viel cooler kann man keine Vorlesung über Großraumkabinen haben.
Probesitzen, falls wir mal eine Vorlesung dort haben. Das zweite Bild zeigt einen Rotorsimulator für Helikopter


 Der Zugang zur School of Engineering. Passenderweise natürlich im Tragflächen-Design.

 Ein paar coole Modelle an denen in Cranfield geforscht wurde und Windkanalmodelle

 Cooles Bild eines Art Luftschiffs. Fast ganzer Rumpf einer Militärtransportmaschine mit intaktem Cockpit.

Leider war ich so begeistert vom Triebwerk des britischen Harrier Senkrechstarters, das hier auch ausgestellt ist, dass ich vergessen habe es zu fotografieren. Diese Ausstellung ist sehr beeindruckend und es gibt jede Menge Zusatzinformationen an allen Wänden rund herum. Wenn man das wirklich alles lesen möchte, muss man schon Tage dort verbringen. Also falls ich mal frei hab und ihr mich sucht....ihr wisst wo ich bin. :-P
Sehr cool ist auch, dass man sich wirklich mit den Triebwerken beschäftigen darf. Man kann vorbeigehende Triebwerksingenieure so ziemlich alles fragen und jedes Teil anfassen, drehen, bewegen usw. 

Nachdem ich mein letztes Assignment ja über den Online Weinhandel und die Logistik-Outsourcing Möglichkeiten davon geschrieben habe, hatte ich mal Lust die Praxis zu erproben. Also hab ich Wein bestellt. Ist in guter Qualität und unbeschädigt angekommen. Zusammen mit einem witzigen "Faß" britischem Ale.

 Neue Weinsammlung und Ale. Bleibt nach dem Öffnen 21 Tage frisch. :-)

Am Abend kamen jede Menge nette Kollegen zu Besuch und veranstalteten einen Hot Pot um den Geburtstag einer chinesischen Kollegin zu feiern. Hot Pot ist echt etwas, dass jeder einmal probieren sollte. Es ist eine Art chinesisches Fondue und schmeckt sehr gut.

Mittwoch, 22. Januar 2014

Working Working and Working

Nach dieser langen Blogpause habe ich nun wieder etwas Zeit gefunden einen neuen Beitrag zu schreiben. Habe nun in der angefangenen 3ten Woche morgen mein 4tes Assignment abzugeben. Hoffe, dass ich dann den Rest der Woche Zeit habe für meinen Flugschein etwas zu lernen. Da bin ich sowas von hinten nach. Muss nur noch bis Montag einen Report schreiben. So viel dazu. ;-)

Letzte Woche hatte ich einen beeindruckenden Nachtflug. Das Wetter war eher schlecht und wir machten nur Platzrunden. Eine Kollegin von mir war Passagier. Das sie nun keine Flugangst hat grenzt an ein Wunder. Es war sehr windig, regnete und die Wolkendecke kam immer tiefer. Problem in der Nacht ist, dass man die Wolken nicht kommen sieht. Plötzlich ist alles milchig und man hat keine Gefühl für Fluglage oder Position mehr. Dann heißts Ruhe bewahren und auf die Instrumente konzentrieren. Gleichzeitig hat das Flugzeug links und rechts Strobes (Blitzlichter). Diese dreht man zwar üblicherweise in den Wolken ab. Wenn man aber die ganze Zeit aus den Wolken, in die Wolken spielt ud das nochdazu in der Nähe eines Flughafens, ist es besser sie an zu lassen. Für die Passagiere sieht das dann aus wie ein starkes Gewitter bei dem die Blitze am Flieger vorbei zischen. Das gepaart mit einem hi und her schwankten Flieger und Windböhen die den Flieger hin und her werfen hat schon ein gewisses Flair. Ich finde es faszinierend. Meine Landungen waren dermal sehr gut.
Ich hatte aber auch meien wichtigsten CoPiloten mit. Ich hab ihn von meiner Mutter zu Weihnachten als Glücksbringer bekommen und er begleitet mich auf jedem Flug seither.

 Mein Glücksbringer beim Preflightbriefing in der Flugschule

 Lights Check vor dem Start...noch sieht das Wetter gut aus

 noch ein paar nette Bilder und auf gehts in den Sturm

tapfere Passagierin, Foto musste vorher gemacht werden. Als wir zurückkamen schüttete es wie aus Schaffeln und der Tower gab uns einen Parkplatz am anderen Ende des Airports, danke dafür! ;-)

Nach dem Flug brauchte ich mal ein kühles Ale in unserem Pub und sah dabei, dass ein sehr alter Propeller neben mir an der Wand hing. Sieht sehr cool aus.



Habe auch einiges an neuer Ausrüstung letzte Woche bekommen. Unter anderem einen exteren GPS Sensor den ich mit iPad und iPhone verbinden kann um die Geräte im Flieger als Navi zu benutzen. Klingt witzig, funktioniert aber unglaublich gut. Habe auch schon eine Lizenz für eine ausgezeichnete Software namens SkyDemon. Dazu braucht man dann noch ein Kneeboard in das das iPad passt und los gehts. 

Die Uni hat uns diese Woche disen Monat das Angebot gemacht für 12 Wochen zu einem sehr günstigen Preis den Economist zu abonnieren. Nachdem ich die Zeitung sowieso immer schon gerne gelesen habe, hab ich natürlich gleich zugeschlagen. Zur Belohnung gabs einen Handylautsprecher. Ist sehr klein macht aber einen überraschend guten Ton.


Logistiker können auch sehr künstlerisch begabt sein. Diese Woche stellten wir das unter Beweis.

Na, wer errät was wir da gemacht haben? Klar doch, Physical Network Design. Viele Linien zeichnen, anhand der Koordinaten Distanzen errechnen, das ganze um einen sogenannten Wigglefaktor verzerren und dann ein Kostengerüst darüber legen um den idealen Standpunkt für Fabriken, Lagerhäuser und Verteilzentren zu finden. Man macht ja sonst nichts am Vormittag. :-)
War sehr interessant.

Wer ein paar meiner Professoren kennen lernen möchte und/oder etwas lernen möchte kan sich die neue YouTube Serie der School of Management anschauen. Sie heißt 60 seconds with....
Jeder der Professoren und Lektoren hat 60 Sekunden um ein ihm wichtiges Thema zu erklären. Manche sind richtig gut geworden.
Viel Spaß beim Anschauen, hier der Link:

http://www.youtube.com/playlist?list=PLNrsv0Lk0UG-O3-F5R-lt87v3X-hmD6mH

Freitag, 10. Januar 2014

The perfect after class afternoon and evening

Gestern haben wir von einem Professor fast 2 Stunden früher Feierabend bekommen. Nachdem wir gerade zuvor ein Assignment eingereicht hatten, hatte wirklich niemand Lust sofort wieder zu lernen.
Ich nutze die Zeit um zum ersten Mal in diesem Jahr bei der Flugschule zu erscheinen. Musste Termine für Flugstunden vereinbaren. Nightrating ist ja nur mehr bis Ende Februar machbar.
Ganz überraschend wurde ich eingeladen bei einem anderen Flugschüler, der schon ein jahr die Lizenz hat aber noch das Nightrating dazu macht, mit zu fliegen um etwas zu lernen.
Das sogenannte "Backseating" macht wirklich Sinn. Nicht nur, dass es einfach schön ist mal entspannt in den Sonnenuntergang zu fliegen bei besten Sichtverhältnissen, sondern man hat auch die Möglichkeit etwas Überblick über alle Geschehnisse um einen herum zu bekommen. Wenn man vorne links sitzt, ist man extrem auf den Flug konzentriert und kann leicht den Überblick verlieren am Anfang. War ein tolles Erlebniss.

 Sonnenuntergang nach dem Start genießen

 The pilots night flight red light district. ;)

 Northhampton und Central Milton Keynes, wo das große Einkaufzentrum ist
 final approach to Cranfield

Nach der Rückker von diesem tollen Flug, hatte ich es schon ewas eilig. Ich war zu einem sehr guten Abendessen eingeladen. Ein Kollege von mir, auch Jäger, hat 2 Rehschlögel, Rotkraut und andere Leckereien mitgebracht. Die österreichische Kollegin hat hervorragende selbstgemachte Semmelknödel zubereitete. Die italienische Kollegin eine sehr gute Pesto-Lasagne. Eine deutsche und die französische Kollegin haben sehr gute Kuchen gebacken und aus Frankreich gab es auch noch eine hervorragende Käseplate mit Baguette. Ausserdem gab es noch 10 Flaschen hervorragenden Rotwein aus Italien und Chile.
Hoch lebe der englische Zoll, möge er auch in Zukunft nichts finden. :-)

 Guter französischer Käse und Pesto Lasagne

 Rehschlögel, Rotkraut, Spätzle und Salat

 Pancakes auch selbstgemachte

 Ein spitzen Essen :-)