Bilder von der Baustelle
Besonders dese Woche war unsere letzte offizielle Vorlseung am Mittwoch mit einem unserer besten Lektoren. Es war sehr witzig und mit Sicherheit etwas zum Erinnern. Am Ende hatten viele von uns jedoch ein etwas trauriges Gefühl. Ich habe die Vorlesungen hier, auch wenn es sehr viele jeden Tag waren, sehr genossen. Ich habe noch nie so viel in nur 6 Monaten gelernt und wurde auch fürs weitere lernen und hinterfragen von allem fürs Leben motiviert. Dafür bin ich meinen Lektoren sehr dankbar.
"The last lecture ever"
Am Donnerstag hatte ich die Möglichkeit freiwillig das sehr interessante Fashion Warehouse von Sainsbury's für England zu besuchen. Das war sehr interessant und es war einmal etwas ganz anderes zu sehen, wie hängende Waren in unglaublichen Mengen gelagert und umgeschlagen werden.
Der An- und Ablieferungsabteil für nicht hängende Waren
Hochmoderne vollautomatisches handling von hängender Ware und ein Tourist
Hochregallagerung und verbinder für die direkte In-Store Kommisiionierung der Kleidung
Der Tanz der Kleider und Marshelling Area
Das war ein sehr interessanter Ausflug und wir bekamen auch bei Kaffee und Tee Vorträge und Diskussionsmöglichkeiten mit den Logistik- und Gesamtverantwortlichen vor Ort. Sie waren begeistert, dass wir sie derart viel gefragt haben und ihnen auch die ein oder andere etwas herausfordernde Frage gestellt haben. Unser Busfahrer musste daher leider eine Stunde vor der Tür warten, da wir noch mehr wissen wollten. :-P
Freitags hatte ich endlich wiedermal eine Flugstunde. Mir gehts das Fliegen teilweise ja schon ab, wenn ich aus dem Flugzeug steige und vom Rollfeld gehe. ;-) Ich hätte den ersten Teil meiner Crosscountry Qualifizierung machen sollen. Das ging aber aufgrund des Wetters nicht. So machten wir eine Simulation dessen und ich flog nach Connington. Mein Instructor spielte Prüfer und sagte nichts sondern beobachtete mich nur. Alles lief sehr gut und der Flug war sehr interessant. Am Rückflug durfte ich einen vollen Instrumenten Anflug durchführen. Meine Instructor wollte mich testen. Ich durfte nur nach den Instrumenten fliegen und nicht raus schauen. Trotzdem die Landebahn zu finden ist eine Heruasforderung. Plötzlich sagte er und jezt schau raus und sag mir sofort deine Entscheidung in dieser Situation. Ich blickte hoch und war keine 200 Meter vor dem Toucdown. Ein schneller Blick auf die wesentichen Fluglageinstrumente und die Landebahn, der Funkspruch "Billins 67, is going to land at runway 21, short final" und mit einer sanften Landung bei Seitenwind war ich schon unten. Mein Instructor war sehr happy. Der Anflug gefiel ihm sehr gut und das obwohl Instrumentenfliegen nicht Teil der Privat Piloten Lizenz ist. Er meinte aber, dass es zu können kein Nachteil ist und zusätzliche Sicherheit bringt. Ausserdem interessiert es mich sowieso jede zusätzliche Flugfähigkeit zu erlangen. :-)
Leider sahen wir in Connington die Bergung eines Fliegers. Es war eine kleine Cessna 152, die etwas weit vorne am Rasen geparkt war. Am selben Rasen etwas weiter hinten war ein Hubschrauberlandeplatz. Ein größerer Hubschrauber, der für Wartungsarbeiten an Stromleitungen eingestzt war, kam zu einer Zwischenlandung und machte den Fehler die Cessna sehr sehr tief direkt zu überfliegen. Die Umstände, dass die Cessna so weit vorne war, dass ein sehr starker Wind direkt von vorne darauf zu wehte, dass der Hubschrauaber zu tief darüber flog und der Downwash des Hubschraubers zusammen mit dem Wind spielten, führten zum Schaden. Es entstand genug Windgeschwindigkeit, dass die Flügel ausreichend Auftrieb erzeugten um das Flugzeug auf den Rücken zu legen. Das Flugzeug ist nun sehr wahrscheinlich ein Totalschaden. Der ältere Herr, der den sehr kleinen und netten Flughafen betreibt war sehr betrübt. Wir tranken einen Tee mit ihm und hörten uns die Geschichten an, was dieses kleine Flugzeug in seinen treuen Dienstjahren schon so alles miterlebt hatte.
Trotzdem alles in allem ein guter Flug für mich, wenn auch mit einer lehrreichen aber nicht schönen Erfahrung.
Der Alptraum jedes Flugzeugbesitzers. Hoffentlich lernen ein paar Leute etwas daraus und bedenken Parkpositionen und Anflugwege für die Zukunft. (Nur zur Info: keine Verletzten und keine sonstigen Schäden)
Warum habe ich diesen Post schweizer Käse Modell getauft?
Nun, das liegt daran, dass dies ein gängiges Modell in der Luftfahrtrisiko Analyse ist. Es besagt, dass jede Sicherheitseinrichtung irgendwo eine Schwäche hat und selbst wenn man 10 Stufen der Risikovermeidung einbaut, dann gibt es irgendwo irgendwann den Fall wo sich die Löcher dieser Gedachten Käsescheiben durch eine Reihe von Fehlern so aneinander stellen, dass ein durchgängiges Loch entsteht. Daher sollte man sich nie auf Sicherheitssysteme jeglicher Art absolut verlassen und immer selbst auch mitdenken und das Gehirn eingeschaltet lassen.
Wer versteht die Verbindung dieses Models zu meiner Woche? ;-)




