Heute mach ich mich mal auf um das British Museum zu besuchen. Nach einer witzigen Taxifahrt in der der Taxifahrer sich über den Londoner Verkehr ausweinte, stehe ich vor einem unglaublich großen Museumsgebäude und versuche mich mal zu orientieren wo hier die Kassa ist bzw. der Eingang.
Aber Fehlanzeige - keine Kasse und alles offen zugänglich. Hier kommen wir zur Mueseumspolitik des British Museums. Kein Eintritt und keine Barrieren. Nur eine nette schriftliche Bitte beim Verlassen £ 5 für das Museum freiwillig zu spenden. Viele Ausstellungsstücke stehen offen und es ist überall erlaubt zu fotografieren. Trotzdem existieren noch alle Kuluturschätze in großteils unglaublich gutem Zustand.
Es geht los mit der weltbekannten Äyptenausstellung und dann weiter über Rom, Mesopotamien, Asyrien und Europa.
Interessant war hier, dass sich die Pferdehalfter in der Zeit nicht viel geändert haben.
Das British Museum ist voll mit Risen Statuen und ganzen Gebäudeteilen von diversen Bauten aus der Menschheitsgeschichte der ganzen Welt. Man fragt sich einerseits wie diese Stücke transportiert und verpackt wurden (ja ich weiss...Freak) und andererseits ob all diese Stücke rechtmäßig ihren Besitzer gewechselt haben. Hier ein Beispiel von vielen.

Sehr cool sind auch die "Hands on" Ausstellungsteile. Eine wie ich finde geniale Idee um das Erlebnis Museum interessanter für alle Besucher zu gestalten. Die Idee ist, dass sich freiwillige (zumeist pensionierte Historiker oder Geschichtsfans) bei einer Ausstellung an einen Tisch setzten und ca. 5 Stücke aus der Ausstellung, die etwas robuster sind bekommen. Diese Stücke darf jeder Besucher anfassen, ausrobieren, sich umhängen, etc. Dazu bekommt man eine tolle Erklärung und spürt die Faszination der freiwilligen Mitarbeiter für ihr Fachgebiet. So lernt man in ein paar Minuten extrem viel neues. Heute gab es drei solcher Stände. Ich durfte eine Altchinesische Figur die man öffnen kann in die Hand nehmen und ausprobieren, die jemand in China vor 3500 Jahren gebaut hatte. Das hat schon etwas beeindruckendes. Finde das eine geniale Idee. Am Ende durfte ich noch einen Talismann für Esel aus Äthiopien sehen und heben. (eindeutig zu schwer als Halskette...obwohl für Mr. T vom A-Team wärs genau richtig :-) )
In der Sonderausstellung über die Geschichte des Geldes gab es noch ein witziges Exponat betreffend die aktuelle Angst for massiver Inflation in Europa. Dieses Exponat stammt aus Zimbabwe von der Tageszeitung "Zimbabwean" Hier wurde kostengünstig auf "besonderes Papier" gedruckt.
Ebenso aus Afrika das letzte Exponat des British Museum, dass ich euch vorstellen möchte. Um auf die hohe Zahl von Waffen in Afrika hinzuweisen haben sich Künstler aus verschiedenen Natioen in Afrika zusammengetan und alten Kriegswaffen Altagsgegenstände und Kunstobjekte gebaut. Sehr faszinierend, wenn auch etwas bedrückend.





Nach diesem faszinierenden Museumsbesuch ging es am Abend in Jamie Olivers Fifteen. Ein nettes Restaurant im Zentrum Londons. Das Essen war ser gut auch wenn die Portionen nicht zu groß waren und die Preise dafür umso größer. Toll an diesem Restaurant ist, dass man vor einer vollkommen offenen Küche sitzt und den Köchen bei der Arbeit zusehen kann. Dabei gibt es Köche mit dunkler- und welche mit weißer Mütze. Alle Gewinne dieses Restaurants werden in die Ausbildung von jugendlichen Arbeitslosen als Koch gesteckt. Sie sind an den weißen Mützen zu erkennen so lange sie in der Ausbildung sind. Danach haben sie dunkle. Sie waren alle sehr fleißig am Arbeiten. Nettes detail am Rande. Man erfährt von dem System auf der Karte und man soll ja nicht vergessen "Hi" zu den Auszubildenden zu sagen.